Autor Thema: "Privatsphäre wird zum Luxusgut"  (Gelesen 10777 mal)

Eloran

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #15 am: Dezember 22, 2005, 00:07 Vormittag »
Gut erkannt.
Mal sehen, wann SIE auch das herausfiltern ...  :?

Admiral

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #16 am: Dezember 22, 2005, 13:16 Nachmittag »

Samur

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #17 am: Dezember 22, 2005, 13:56 Nachmittag »
Zitat
Von vielen würden Überwachungskameras "als Verbesserung der Menschenrechte von gesetzestreuen Bürgern" angesehen.


scheint die meinung der unwissenden masse zu sein...oder von jemanden, der diese der breiten masse erfolgreich verkauft
"jede Minute kommt ein neuer Trottel auf die Welt"

zqguaq

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #18 am: Dezember 22, 2005, 14:16 Nachmittag »
hm, mit der ueberwachung der kfz-kennzeichen kann man sich wenigstens demnaechst die radarfallen/geschwindigkeitskontrollen schenken... zentrale datenbank, datensatz1(ort,zeit)+datensatz2(ort,zeit)=datensatzNEU(streckeKM,vMaxArithmetisch,vErlaubtArithmetisch) .... ;-)
10% aller Menschen haben einen Schaden. Hoffen wir, dass wir zu dieser Minderheit gehoeren, denn der Rest hat einen Totalschaden.
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Gierig

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #19 am: Dezember 22, 2005, 16:27 Nachmittag »
Zitat
scheint die meinung der unwissenden masse zu sein...oder von jemanden, der diese der breiten masse erfolgreich verkauft


Verkauft.
Hier ein Bankreuber, da ein gefasster Autodieb, da der Böse Junge mit drei Tage bart der von den Bobbis geschnappt wird als er Oma Duk die Handtasche ausreumen wollte. Das kommt an. Das gefällt jedem,
dazu noch ein paar meinungsbildene Blätter aka BILD und schon fühlen sich alle sicher und nicht überwacht.

Die Daten werden auch nicht dofort eingesetzt. Erstmal aufbauen und fertig werden. Gras über die Sache wachsen lassen. Nicht gleich jeden
Falschparker und Tüv Sünder an den Pranger stellen....
Kontrolle bekommen und behalten errecht  man indem mann sie bewust, geziehlt und nicht übertieben Einsetzt.
mfg Gierig
Zwei Gesetze:
1.) "Ich kann Heise nicht erreichen, also ist mein Internet-Anschluss kaputt"
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Samur

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #20 am: März 02, 2006, 11:35 Vormittag »
Hier ein aktuelles Urteil und damit der Grund warum man die EMails verschlüsseln sollte:

http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,403915,00.html

Zitat
Damit reicht den Fahndern schon ein Verdacht auf leichtere Straftaten, um die Beschlagnahmung entsprechender Daten zu veranlassen.


Man beachte die Formulierung "Verdacht auf leichtere Straftaten"...
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Admiral

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #21 am: März 02, 2006, 13:32 Nachmittag »
Soweit ich das aber verstehe dürfen die Mails nur bei Hausdurchsuchungen, also 'mitdemrechner' gekapert werden.
Kodieren der Mails fürs Netz würde also nicht viel bringen.

Die Bezeichnung leichtere Straftaten finde ich aber auch recht beunruhigend.

Samur

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #22 am: März 02, 2006, 17:58 Nachmittag »
Zitat von: Admiral
Soweit ich das aber verstehe dürfen die Mails nur bei Hausdurchsuchungen, also 'mitdemrechner' gekapert werden.
Kodieren der Mails fürs Netz würde also nicht viel bringen.

Die Bezeichnung leichtere Straftaten finde ich aber auch recht beunruhigend.


die mails bleiben ja auch lokal verschlüsselt, von daher macht es schon sinn.
es sei denn natürlich, man ist zu bequem und speichert jegliche passwörter :)
"jede Minute kommt ein neuer Trottel auf die Welt"

Gierig

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #23 am: März 07, 2006, 12:44 Nachmittag »
mfg Gierig
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Eloran

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #24 am: März 18, 2006, 12:02 Nachmittag »
Von web.de 18.03.06

Zitat
Datenschützer: Bürgerrechte werden für Terrorabwehr ausgehöhlt
Wer nicht zu verbergen hat, hat ja auch nichts zu befürchten? In den vergangen Jahren wurden die Grundrechte in Deutschland erheblich eingeschränkt.
Magdeburg - Die Datenschützer von Bund und Ländern haben eine zunehmende Aushöhlung von Bürgerrechten zu Gunsten der Terrorabwehr beklagt. Immer häufiger gerieten unbescholtene Bürger ins Visier der Sicherheitsbehörden, erklärten die Datenschutzbeauftragten nach einer Tagung in Magdeburg.

Als Beispiele nannten sie die Sicherheitsüberprüfung von 250 000 Helfern für die Fußball-WM durch Polizei und Verfassungsschutz und die geplante Videoüberwachung der Übertragungen von WM-Spielen auf Großbildleinwänden. Die Speicherung von Telekommunikationsdaten oder die Debatte über die Nutzung von Lkw- Maut-Daten zur Verbrechensbekämpfung zählten auch dazu.

"Ich habe den Eindruck, dass sich ein grundlegender Wechsel in der Sichtweise der Sicherheitsbehörden abzeichnet: Weg von der gezielten Beobachtung tatsächlich Verdächtiger hin zur präventiven Rundumüberwachung", sagte der Bundesbeauftragte für Datenschutz Peter Schaar. "Das ist eine mehr als bedenklich Entwicklung."

Einig waren sich die Datenschützer in ihrer Ablehnung der umstrittenen Sicherheitschecks für alle Fußball-WM-Helfer. "Die Rechtsgrundlage für die Beteiligung von Geheimdiensten ist fragwürdig", sagte Sachsen-Anhalts Datenschutzbeauftragter Harald von Bose. Zudem stelle sich die Frage der Verhältnismäßigkeit, wenn Würstchenverkäufer, Parkplatzwächter oder die Berliner Feuerwehr durchleuchtet würden. Betroffene hätten kaum Möglichkeiten, sich gegen eine Ablehnung der Akkreditierung für die WM zu wehren.

Als rechtlich fragwürdig kritisierten die Datenschützer auch eine Videoüberwachung von Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen, auf denen WM-Spiele übertragen werden. Private Veranstalter sollen aus Sicherheitsgründen dazu verpflichtet werden. "Die Frage ist zum Beispiel, was mit den Aufnahmen passiert. Es wird ja auch aufgezeichnet, wenn es keine Vorkommnisse gibt", sagte Schaar.

Die Datenschützer warnten zudem vor der Nutzung von Lkw-Maut-Daten für andere Zwecke, etwa zur Verbrechensbekämpfung oder Ahndung von Verkehrsdelikten. "Das Erfassungssystem wurde eingerichtet, um Gebühren abzurechnen. Nun ist von einer Zweckdurchbrechung die Rede, die wir sehr kritisch und skeptisch sehen", sagte von Bose. Hier würden unbeteiligte Bürger ebenso unter Generalverdacht gestellt.

anakin!kkee

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"Privatsphäre wird zum Luxusgut"
« Antwort #25 am: März 19, 2006, 15:12 Nachmittag »
Ich schätze es geht bei diesen ganzen Antiterrorgesetzen gar nicht um Antiterrorkampf. Es mag sich ja vielleicht wie hohles Gewäsch vom vollgekoksten Verschwörungstheoretiker lesen, aber nach meiner Meinung zielen diese Gesetze über Kurz oder Lang darauf ab die Leute zu kennzeichnen. "Zeichen des Tieres" und so.

Hat Gierig ganz recht mit der Presse, die dabei zum Meinungsbilder wird. Ich würde glatt noch Pro7 mitnennen. Erst vor ein paar Wochen habe ich in einer Reportage gehört wie die Machenschaften der Presse sind. Da wurde ein Lokalreporter auf Rügen gefragt, ob er nicht wüßte wo man in der Nähe Leute mit Schnupfen- oder Grippesympthomen filmen könne. Damit die Angst vor H5N1 gleich noch gruseliger gemacht werden könne. Mit Angst kann man den Leuten sehr viel verkaufen. Auch ein Leben mit Sklavenrechten.
Dieser Beitrag wurde 12.523 mal editiert, zum letzten Mal von General Defense and Assassination Dept. - CIA Heute, 6:66.